Der CCM-Prozesszyklus folgt einem klar definierten, vollintegrierten Ablauf innerhalb von SAP S/4HANA – von der Anlage des Konditionskontrakts bis zur automatischen Buchung in der Finanzbuchhaltung.
Schritt 1 – Konditionskontrakt anlegen
Der Konditionskontrakt ist das zentrale Objekt in CCM. Hier werden alle Parameter erfasst: Geschäftspartner, Gültigkeitszeitraum, Konditionsarten (z.B. Umsatzrabatt, Jahresbonus), Umsatzbasen (nach Warengruppe, Artikel, Werk) und Abrechnungsregeln (Häufigkeit, Berechnungsmethode, Staffeln).
Schritt 2 – Umsatzerfassung in Echtzeit
Sobald relevante Belege gebucht werden (SD-Aufträge, MM-Einkaufsbelege), fließen die Umsätze automatisch in den Konditionskontrakt. Es gibt keine Zeitverzögerung – der Stand ist stets aktuell.
Schritt 3 – Abgrenzung (Rückstellungsermittlung)
Auf Basis der aufgelaufenen Umsätze berechnet CCM automatisch die zu bildenden Rückstellungen. Diese können periodisch oder kontinuierlich gebucht werden – je nach Unternehmensanforderung.
Schritt 4 – Abrechnung (Settlement)
Zum vereinbarten Abrechnungszeitpunkt (monatlich, quartalsweise, jährlich oder ereignisbasiert) löst CCM den Settlement-Prozess aus: Gutschriften an Lieferanten, Lastschriften an Kunden oder interne Umbuchungen – vollautomatisch und regelbasiert.
Schritt 5 – FI-Buchung & Analyse
Settlement-Dokumente werden nahtlos in die Finanzbuchhaltung übertragen. Rückstellungsauflösung, Erlösbuchung und Zahlungsauslösung erfolgen systemgestützt und revisionssicher. Abgerechnete Daten stehen sofort für Auswertungen und die nächste Verhandlungsrunde zur Verfügung.
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